Atelier in Pianezzo / TI


 

 

           
Der Weg von Pianezzo (350 m ü.M.) entlang des Morobiatals durch Kastanien- und Birkenwälder zum Monti di Scertara (660 m ü.M.)
   
Blick vom Monti di Scertara auf das Dorf Pianezzo, die Magadinoebene mit dem Lago Maggiore im Hintergrund und das Morobiatal
   
       
     
     
     
     
   
Einige Impressionen vom Rustico oberhalb Pianezzo. In diesem kleinen Paradies werde ich in Zukunft meiner Fantasie freien Lauf lassen und die Farben sprechen lassen.

Aussicht vom Monti di Scertara auf die verschneiten Tessiner Berge im Dezember 2008.

Der Winter

Schon ins Land der Pyramiden, flohn die Störche übers Meer;
Schwalbenflug ist längst geschieden und die Sonne scheint nicht mehr.

Seufzend in geheimer Klage, streift der Wind das letzte Grün;
und die süssen Sommertage, ach sie sind dahin, dahin.

Nebel hat den Wald verschlungen, der dein stilles Glück gesehn;
ganz in Duft und Dämmerungen will die schöne Welt vergehn.

Nur noch einmal bricht die Sonne unaufhaltsam durch den Duft,
und ein Strahl der alten Wonne rieselt über Tal und Kluft.

Und es leuchten Wald und Heide, dass man sicher glauben mag;
hinter allem Winterleide liegt ein ferner Frühlingstag.

Theodor Storm (1817 - 1888)


Casa Paradiso im Frühling 2009
     
 
   
 
     
   

Der Frühling

Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell? Was blitzt in der Sonne, was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach: "Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!"

Was knospet, was keimet, was duftet so lind? Was grünet so fröhlich, was flüstert im Wind?
Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain: "Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!"

Was klingelt, was klaget, was flötet so klar? Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug: "Der Frühling, der Frühling!" - da wusst' ich genug!

Heinrich Seidel (1842 - 1906)

Sommer 2009 auf dem Monti di Scertara - neue Plätze entstehen

Diesen Sommer sind viele neue Plätze auf dem Grundstück  entstanden. Auf den angebauten Trockenmauern und Hochbeeten gedeihen verschiedene Beerensorten, Kartoffeln, Gewürze und Heilkräuter. Auch Feigen und Kirschen scheinen sich auf dem Monti di Scertara wohl zu fühlen. Das verwendete Baumaterial stammt ausschliesslich vom bearbeiteten Boden selbst und wird mit Rücksicht auf Natur und Umwelt ohne Maschinen abgebaut. Die Bewirtschaftung orientiert sich an den Grundregeln der ökologischen Nachhaltigkeit, mit geschlossenen Kreisläufen und Erhaltung der Artenvielfalt.
Da die Bewirtschaftung und Pflege des anvertrauten Bodens viel Zeit und Energie erfordert, ist das Malen dieses Jahr etwas zu kurz gekommen. Doch auch mit Pickel und Schaufel lässt sich viel Kreativität ausleben und das Arbeiten in der freien Natur ist sehr befriedigend.

Weisst du, dass die Bäume reden?

Weisst du, dass die Bäume reden?
Ja, sie reden.
Sie sprechen miteinander,
und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst.
Aber die weissen Menschen hören nicht zu.
Sie haben es nie der Mühe wert gefunden,
uns Indianer anzuhören und ich fürchte,
sie werden auch auf die anderen Stimmen
in der Natur nicht hören.
Ich selbst habe viel von den Bäumen erfahren:
manchmal etwas über das Wetter,
manchmal über Tiere
und manchmal über den Grossen Geist.

Tatanga Mani, Häuptling der Stoney- Indianer (1871 - 1967)

Sommer  2010

Die im letzten Jahr erstellten Hochbeete und Terrassen sind nun begrünt und die Baustellen verschwunden.
In diesem Jahr ist noch ein Teich dazu gekommen. Zudem ist nun das ganze Grundstück mit Wasser erschlossen,
sodass das Bewässern und Giessen der Gärten, Bäume und Pflanzen ein reines Vergnügen ist.
Leider gab es diesen Sommer eine Heuschreckenplage! Viele Pflanzen wurden stark geschädigt und die Ernte ist
entsprechend geringer ausgefallen.
Auch gab es dieses Jahr starke Unwetter! Eine Steinlavine hat Brücken weggerissen und grosse Verwüstungen
angerichtet. Gemäss Aussagen der ansässigen Bevölkerung sind solche gigantischen Naturkatastrophen früher
nie vorgekommen.